Jugendliche qualifizieren - Effekte multiplizieren: 2.Evaluationsausbildung
30.06.2005:
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Doris Wuppermann Stiftung und das DKHW |
Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, sollte man noch mal ganz genau zurück blicken, um aus den Fehlern für das nächste Mal lernen zu können. Das dachte sich auch die Landesschülervertretung Bayern und ließ Schülersprecherinnen und Schülersprecher zu EvaluatorInnen ausbilden, damit sie wissenschaftlich fundiert und praxiserprobt genau dies machen können.
Wenn ihr selbst Fragen habt, was Evaluation genau bedeutet oder wie Evaluation auch für eure Schule nützlich sein kann; wenn ihr Hilfe braucht, um einen Fragebogen zu erstellen oder ein Projekt von euch zu evaluieren, könnt ihr euch einfach an uns wenden: servus@lsv-by.de. Im folgenden Bericht könnt ihr lesen, was wir während der Evaluationsausbildung gelernt haben!
Das Seminar wurde gefördert durch die Doris-Wuppermann-Stiftung und das Deutsche Kinderhilfswerk.
Deutsches Kinderhilfswerk
Doris-Wuppermann-Stiftung
TeilnehmerInnenzusammensetzung
- 12 Schülerinnen und Schüler aus Bayern (15-18 Jahre alt)
- 6 Studierende zur Unterstützung + Begleitung (Soziologie/Sozialwissenschaften zwischen 20-26 Jahren)
- Davon 10 weibliche und 8 männliche TeilnehmerInnen
Moderation: Julia Strutz
wissenschaftliche Begleitung: Frau Dr. Susanne Gerull
Die Ausbildung zur EvaluatorIn jugendeigener Projekte umfasst ein Ausbildungsseminar, die praktische Umsetzung auf dem SchülerInnenkongress "basis’o5" und die anschließende Auswertung. So folgte einer Einführung in verschiedene sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden (Beobachtung, Befragung) und die entsprechenden Instrumenten (Fragebogen, Leitfadeninterviews, teilnehmende Beobachtung) am Freitag Abend und Samstag morgen, die praktische Umsetzung eines Forschungsdesigns. Nach einer Diskussion über mögliche Forschungsfragen, teilte sich so die Gruppe einzelnen Themen zu, um diese zu konkretisieren (Begriffsbildung und Theoriekonstruktion). Mit Unterstützung von Frau Dr. Gerull wurden - ausgehend von der Fragestellung - entsprechende Instrumente gemeinsam entwickelt. Im Verlauf des Samstag wechselten somit Gruppenarbeit und Absprachen zwischen allen Teilnehmenden einander ab. So ist es gelungen gleiche Fragestellungen mit unterschiedlichen Messinstrumenten zu untersuchen (beispielsweise: Fühlen sich die Teilnehmenden des Kongresses über- oder unterfordert? durch Fragebogen und Leitfadeninterviews), und die Messinstrumente auf sinnvolle Art und Weise miteinander zu verzahnen.
Ergebnisse
Es ist gelungen den Teilnehmenden den Aufbau und Ablauf wissenschaftlich-fundierter Evaluationsforschung nahe zu bringen (Was muss ich beachten? Welche Fragen kann ich stellen? Warum Ziele definieren? Wie kann ich Ergebnisse generieren und welche Aussagekraft haben sie?). Gleichzeitig hatten die Teilnehmende größtmögliche Freiheit bei der Wahl ihrer Instrumente und der Fragestellungen, die für sie wichtig sind. Somit ist der erste und schwierigste Schritt zur erfolgreichen und vor allem eigenständigen Evaluation bereits absolviert - Datenerhebung und Datenauswertung folgen nun in den kommenden Wochen nach dem Prinzip "learning-by-doing".
Als besonders gewinnbringend hat sich die Teilnahme von Studierenden an der Ausbildung und die wissenschaftliche Begleitung erwiesen. Die Studierenden konnten ihr eigenes Wissen in den Prozess einbringen und praxisorientiert erweitern und werden bei der Datenerhebung und -auswertung weiterhin tatkräftig und beratend zu Seite stehen. [/br] Diese heterogene Zusammensetzung hatte - entgegen unserer Erwartungen - keinerlei negative Auswirkungen, sondern erwies sich als partnerschaftliches Miteinander.
Julia Strutz
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