Pressemitteilung vom 13. Mai
13.05.2003: Die Landesschülervertretung (LSV) Bayern distanziert sich von Monika Hohlmeiers Aussage "Schüler haben kein Verständnis für das Kompetenzgehabe des Bundes"!
"Eine solche Aussage unsererseits gab es nie!", so Sonya Popa-Henning, Landesvorstandsmitglied der LSV. Überhaupt sei es verwunderlich und ärgerlich, dass die Kultusministerin ohne Absprache im Namen der Schüler spreche. "Seit Jahren kämpfen wir für die Anerkennung der Landesschülervertretung und darum, in bildungspolitischen Fragen vom Kultusministerium gehört zu werden - ohne Erfolg. Und nun versucht man auch noch, uns für parteipolitische Grabenkämpfe zu instrumentalisieren!"
Die Streitigkeiten um Bund- und Länder-Kompetenzen sind nicht im Interesse der Schülerschaft. Auf diese Weise wird es aus Sicht der LSV Bayern kaum gelingen, beispielsweise Schulwechsel in andere Bundesländer einfacher zu gestalten. Der Lebensraum eines Schülers beschränkt sich schließlich nicht zeitlebens auf das Bundesland, in dem er lebt - ob die Politik dies momentan noch wahrnehme, erscheine fraglich.
In Bezug auf die Bildungspolitik der Staatsregierung ist die LSV immer offen für Zusammenarbeit und Austausch. "Wenn Frau Hohlmeier die Schülermeinung ernst nimmt und vorweisen will, freuen wir uns darüber. Doch möge sie uns in Zukunft vorher nach einer Stellungnahme fragen", so Sonya Popa-Henning abschließend.

