Pressemitteilung der LSV:"Wenn einer eine Reise tut.... Ministerpräsident Stoiber besucht Finnland - kann sich Bayern eine Scheibe abschneiden beim Pisa - Sieger?"
Pressemitteilung der Landesschülervertretung Bayern e.V. Mit der freundlichen Bitte um Berücksichtigung
Ende dieser Woche macht sich Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) auf die Reise, um Finnland einen Besuch abzustatten. Dort wird es zu einem Treffen mit Staatspräsidentin Tarja Halonen und Ministerpräsident Matti Vanhanen in Helsinki kommen. Politisches Gesprächsthema wird unteranderem Bildung sein. Außerdem wird sich Stoiber vor Ort mit einem persönlichen Besuch einer Schule ein Bild des finnischen Schulsystems machen.
"Es wird höchste Zeit, dass das Problem der oft ungerechten Selektion von Schülern nach der vierten Klasse gelöst wird", meint Elena Stingl, Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung Bayern. "Der Besuch des Ministerpräsidenten in Finnland bietet eine gute Gelegenheit, den Finnen einiges abzuschauen." Schließlich gäbe es im finnischen Schulsystem das Problem der frühzeitigen Selektion nicht. Schülerinnen und Schüler besuchen - unabhängig von materiellen und sozialen Hintergrund - neun Jahre lang die gleiche Schule. "Dass die in Bayern vielerorts verschrieene Gesamtschule keineswegs der völlig falsche Weg sein kann, zeigt vor allem eines: im Gegensatz zu bayerischen, schneiden finnische Schülerinnen und Schüler beim PISA Test weitaus besser ab", so Stingl weiter. Außerdem gewährleiste das finnische Schulsystem Lernmittelfreiheit für alle Schülerinnen und Schüler: Kosten für Material, Verpflegung und vor allem Bücher werden vom Staat getragen. "Um auch in Bayern ein gerechtes Schulsystem zu garantieren, brauchen wir wie in Finnald Ganztagsschulen, die Abschaffung der Lernmittelfreiheit und eine Schule für alle", fordert Stingl abschließend.

