Pressemitteilung der Landesschülervertretung Bayern
28.04.2002: LSV Bayern schockiert über Amoklauf in Erfurt
Die Landesschülervertretung Bayern (LSV) äußert ihre Bestürzung über das schreckliche Ereignis in Erfurt und drückt der Schülerschaft in Thüringen und den Angehörigen der Opfer ihr tiefstes Mitgefühl aus.
Trotzdem warnt die LSV davor auf diese Tat hin die übliche Diskussion über Sicherheit in der Schule wieder aufleben zu lassen. "Eine Verbarrikadierung der Schulen mit Metalldetektoren, Videoüberwachung und Sicherheitsdiensten wie in Amerika ist eine völlig falsche Reaktion auf dieses Blutbad", sagt dazu Benedikt Glatzl, Vorstandsmitglied der LSV.
Es sei vielmehr notwendig, das Problem an der Wurzel zu packen. Schule dürfe kein Ort des Versagens sein, sondern sollte den Schülerinnen und Schülern individuell die Möglichkeit geben ihre Stärken zu erkennen und auszubauen. "Das jemand sein Leben als gescheitert ansieht, wenn er nicht zum Abitur zugelassen wird, ist ein erschreckendes Zeichen dafür, das etwas in unserer Gesellschaft nicht stimmt!", so Glatzl.
Folglich müsse es nun die Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen sein gemeinsam nach Ursachen zu forschen und sinnvolle Lösungen zu finden, meint Glatzl abschließend.

