Pressemitteilung der LSV
28.10.2003: Landesschülervertretung lehnt Studiengebühren entschieden ab "Wir haben genug von der sozialen Selektion!"
Auf deutliche Ablehnung stößt Thomas Goppel mit seinen Studiengebühr-Plänen bei der Landesschülervertretung (LSV). Der soziale Hintergrund spielt im bayerischen Bildungssystem schon eine viel zu große Rolle. Selektiert wird in Haupt- Realschulen und Gymnasien, Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien haben es so schon schwer genug. Und jetzt auch noch Studiengebühren? "Nein danke!" sagt die LSV dazu.
An "sozial verträgliche" Studiengebühren glaubt die Landesschülervertretung nicht. "Wenn Herr Goppel es ungerecht findet, für einen Kindergartenplatz 110 Euro monatlich zu zahlen, stimmen wir ihm zu. Wir kommen aber nicht auf die abstruse Idee, deshalb aus "Gerechtigkeitsgründen" Gebühren jetzt auch noch fürs Erststudium zu erheben. Was kommt als nächstes? Schulgeld?", so Sonya Popa-Henning, Vorstandsmitglied der LSV.
Wenn man den Anspruch des freien Zugangs zu Bildung ernstnehme, so könne man nicht gleichzeitig vielen jungen Menschen diesen Zugang versperren. "Der Staat zieht sich aus der finanziellen Verantwortung zurück und provoziert somit weitere soziale Ungerechtigkeit. Das machen wir nicht mit. Bildung muss kostenlos sein, schließlich ist sie Grundrecht und Schlüssel zu Partizipation an gesellschaftlichen Vorgängen", so Popa-Henning abschließend.
Bei Rückfragen steht Ihnen Sonya Popa - Henning, Landesvorstandsmitglied, gerne unter der Nummer 0175-9961730 zur Verfügung.

