Landesschülervertretung: Gegen die Schulzeitverkürzung
Die Landesschülervertretung (LSV) lehnt G 8 vor allem wegen der enormen zusätzlichen Belastung der Schülerinnen und Schüler ab. "Wir befürchten, die bayerische Version der Ganztagsschule bahnt sich hier an: Vormittags und Nachmittags Pauken. So stellen wir uns Schule nicht vor!", so Sonya Popa-Henning, Vorstandsmitglied der LSV.
8 - jähriges Gymnasium bedeutet: Derselbe Stoff wird in weniger Zeit durchgepeitscht. Individuelle Förderung und Betreuung, wie Herr Stoiber ankündigte, wird noch weniger möglich sein als bisher. "Da brauchen wir uns nichts vorzumachen", so Popa-Henning weiter. "Individuelle Förderung - das ist eine schöne Worthülse, hinter der in der bayerischen Bildungspolitik nichts steckt. Weder sie noch selbstbestimmtes Lernen werden in einer verkürzten Schulzeit Raum haben." G 8 bedeutet ebenfalls das Aus für zusätzliches Schüler- und Lehrer-Engagement. "Und das ist es doch, was das bayerische Kultusministerium mit der Schulinnovation fördern und nutzen wollte, oder?"
"Persönlichkeitsprägend", wie Herr Stoiber das bayerische Gymnasium bezeichnet, wird das 8 - jährige Gymnasium bestenfalls dahingehend sein, dass es Schülerinnen und Schüler zu richtigen Paukmaschinen macht. "Und das wollen wir nicht", so Popa-Henning abschließend.

