Pressemitteilung der LSV
15.03.2004: Landesschülervertretung nimmt Stellung zum Verfehlen des Streikaufrufes für LehrerInnen und bestätigt Stattfinden der Protestveranstaltung am 16. März in München sowie den Aufruf zum "Unterrichts-Nicht-Besuch"
12. März 2004 Pressemitteilung der Landesschülervertretung Bayern mit der freundlichen Bitte um Berücksichtigung
Lorenz Seibl, Landesschülervertretung Bayern, zu dem Verfehlen der für einen GEW-Aufruf zur Arbeitsniederlegung nötigen 2500 Bereitschaftserklärungen:
"Wir bedauern die Trägheit unserer Lehrerinnen und Lehrer - wobei wir durchaus auch Verständnis für ihre Angst vor Sanktionen haben. Die Landesschülervertretung Bayern (LSV) wird in jedem Fall an ihrem Aufruf zum Unterrichts-nicht-Besuch festhalten. Die Veranstaltung auf der Praterinsel wird in jedem Fall wie geplant stattfinden.
Die stetige Verschlechterung der Lernbedingungen, soziale Ungerechtigkeiten wohin man blickt und nun auch noch die dramatischen Kürzungen im Bildungsbereich zwingen uns, neue Wege in der Protestform zu gehen. Deswegen rufen wir unsere Mitschülerinnen und Mitschüler dazu auf, am 16. März 2004 nicht in den Unterricht zu gehen, sondern stattdessen ab 12 Uhr an der Protestkundgebung in München auf der Praterinsel teilzunehmen, um ein Zeichen zu setzen.
Wir haben schon viele positive Rückmeldungen bekommen und rechnen mit einer großen Zahl von Schülerinnen und Schülern, die - manchmal trotz Drohungen und Repressalien - an der Protestkundgebung teilnehmen. So können manche Lehrerinnen und Lehrer - wenn schon nicht auf der Praterinsel, so doch wenigstens in ihren leeren Klassenzimmern - in aller Stille trotzdem gegen die zusätzlichen Belastungen demonstrieren."

