Pressemitteilung der LSV zur angekündigten FOS 13
08.03.2004: "Der Mut zu wirklichen Reformen fehlt" Landesschülervertretung Bayern zu dem Modellversuch FOS 13
Am gestrigen Donnerstag ging das Kultusministerium via Pressemitteilung genauer auf die geplante Einführung eines dreizehnten Schuljahres auf der Fachoberschule (FOS) ein. So sollen Schülerinnen und Schüler, die nach der 12. Klasse der FOS einen Notenschnitt von 2,5 erreichen, die Möglichkeit zum Besuch einer zusätzlichen 13. Klasse an der FOS und damit die Möglichkeit zu einem fachgebundenen Abitur bekommen. Beim Nachweis einer zweiten Fremdsprache ist sogar die Erreichung der allgemeinen Hochschulreife möglich.
Durch diese Neuerung allerdings wird nach Meinung der Landesschülervertretung Bayern (LSV) die Durchlässigkeit des gegliederten Schulsystems nicht verbessert. "Auch die FOS 13 löst die Probleme der sozialen Ungerechtigkeit unseres Schulsystems nicht.", so Lorenz Seibl, Landesvorstandsmitglied der LSV.
"Wir sehen diese Neuerung lediglich als Flickwerk und Versuch zur Schadensbegrenzung an einem grundlegend zu überdenkenden Schulsystem", so Seibl weiter. Die langjährige Forderung einer Gesamtschule der Landesschülervertretung würde das Problem der mangelhaften Durchlässigkeit konsequent lösen. "Eine Schule für alle bringt nämlich viel weitreichendere Vorteile: mehr Chancengleichheit, Eliminierung der sozialen Selektion sowie wirklich bestmögliche, individuelle Förderung für jede Schülerin und jeden Schüler sind nur einige Punkte, die so nur an einer Gemeinschaftsschule gegeben sein können", so Seibl abschließend.

