Pressemitteilung der LSV: G8-Kongress des Kultusministeriums
23.03.2004: "Segel setzen in München - G8-Schiff läuft ohne Schülervertreter aus und wird kentern"- Landesschülervertretung zur Arbeitstagung des Kultusministeriums in München
24. März 2004 Pressemitteilung der Landesschülervertretung Bayern "Segel setzen in München - G8-Schiff läuft ohne Schülervertreter aus und wird kentern"- Landesschülervertretung zur Arbeitstagung des Kultusministeriums in München
Zur Stunde findet noch bis zum morgigen Donnerstag am Münchner Flughafen die Arbeitstagung des Kultusministeriums zum achtjährigen Gymnasium (G8) in Bayern statt. Während Staatsministerin Monika Hohlmeier die Einbeziehung aller Betroffenen proklamiert, "ist dies mitnichten der Fall", stellt Lukas Hellbrügge, Mitglied im Landesvorstand der Landesschülervertretung (LSV) richtig. In Bezug auf die Pressemitteilung des Kultusministeriums vom Mittwoch erklärt er: "Ohne die Mitsprache der größten betroffenen Gruppe, den bayerischen Schülerinnen und Schülern, wird das "G8-Schiff" (Hohlmeier) sehr schnell in einen Sturm geraten und kentern".
Während man in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht habe, so stelle die aktuelle Entwicklung einmal mehr das Demokratieverständnis Hohlmeiers in Frage - denn die gesetzlich legitimierten Bezirksschülersprecher in Bayern, die von den Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien gewählt werden, wurden zur Arbeitstagung nicht eingeladen. Vielmehr habe man auf die gewählten Schülervertreter bewusst verzichtet - vermutlich fürchte man eine zu kritische Schülermeinung, so Hellbrügge weiter. Laut Kultusministerium seien Schülerinnen und Schüler von Schulen ausgewählt worden, die bei den "Dialogveranstaltungen" positiv aufgefallen wären - für gesetzlich legitmierte Schülervertreter wäre kein Platz mehr gewesen, lautete die Antwort des Ministeriums auf alle Anfragen der in der LSV vertretenen Bezirksschülersprecher. "Alles Ausreden - bei 250 Teilnehmern kann man wohl kaum von einem kleinen Personenkreis sprechen" meint Hellbrügge.
"Genauso wie das Kempinski-Hotel am Münchner Flughafen - hier findet die Tagung statt - nur Fassade ist, sei der Wunsch nach wirklicher Mitsprache von Schülerinnen und Schülern allenfalls nach außen hin glaubhaft", so Hellbrügge abschließend.

