Schuldemokratie - bald auch in Bayern?
31.01.2007: Landesschülerrat - Modell zur anerkannten SchülerInnenvertretung in Bayern
Schuldemokratie - bald auch in Bayern?
Im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags steht am 1. Februar der "Landesschülerrat" - Modell zur anerkannten SchülerInnenvertretung in Bayern - auf der Tagesordnung. Dort stellt das Kultusministerium sein Konzept für die landesweite SchülerInnenvertretung vor. Dieser Entwurf beinhaltet, dass im LandesschülerInnenrat alle Schularten vertreten sind und dass dieser vor dem Gesetzgeber anerkannt. Bisher gibt es in Bayern dafür - als einziges Bundesland in Deutschland - nur einen Verein: die "Landesschülervertretung Bayern - Landesvereinigung der bayerischen Bezirksschülersprecher e.V." (LSV Bayern) . Die LSV begrüßt zwar die Einführung einer offiziellen bayernweiten Schülervertretung, findet jedoch Mängel am Kultusministeriumkonzept an allen Ecken und Enden: viel zu geringen finanzielle Mittel, sowie kein Anhörungsrecht für Schülerinnen und Schüler bei allen bildungspolitischen Themen.
"Die Meinung der Schülerinnen und Schülere muss als Bereicherung des gemeinsamen Lebens in der Schule und in der Bildungspolitik gesehen werden, und nicht als Störfaktor", kommentiert Ann-Sophie Winter, 17 Jahre, Mitglied des Vorstands der Landesschülervertretung Bayern. "Aber es kann nicht von Demokratie die Rede sein, wenn die Meinung der direkt Betroffenen, der Schülerinnen und Schüler, ignoriert wird ". Demokratie sollte endlich wieder zu einer Selbstverständlichekeit für Schülerinnen und Schülern werden, und nicht als Fremdwort im Sozialkundeunterricht gelten", so Winter abschließend.
Nun bleibt abzuwarten, ob am Donnerstag der Bildungsausschuss einer modernen demokratischen Schülervertretung mit Rechten zustimmt, oder ob die Schüler weiterhin nur im Sandkasten der Mitsprache spielen dürfen .

