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Freistaat beharrt auf Ungerechtigkeit des "zergliederten" Systems

22.03.2007: Landesschülervertretung Bayern ist fassungslos

Wie lange werden die bayerischen Schülerinnen und Schüler der sozialen Ungerechtigkeit im Bildungswesen noch ausgesetzt sein? Wie lange müssen sie noch warten, bis der Unterricht Spaß macht und man wirklich etwas in der Schule lernt? Wie lange werden sie noch am Ende der Grundschule ausgesondert? Was muss im Freistaat noch passieren, wenn nicht einmal eine Warnung der UN-Menschenrechtskommission etwas bewirkt?

Die Regierung muss endlich erkennen, dass radikale Reformen in der Schulstruktur längst überfällig sind. Natürlich brauchen wir Ganztagsschulen, kleinere Klassen und mehr Lehrerinnen und Lehrer. Doch das genügt nicht. Das gegliederte Schulsystem versperrt den Weg zu einer besseren Schule. Seit Jahren fordert der Großteil der bildungspolitischen Verbände einen Wechsel vom vielgliedrigen Schulsystem hin zu ‚einer Schule für Alle'. Eine Schule, die niemanden abschiebt, die alle individuell fördert und die die Meinung der Schülerinnen und Schüler wertschätzt.

Dass das bayerische Kultusministerium davor die Augen verschließt, ist für die Landesschülervertretung Bayern völlig unverständlich. "Bayern muss jetzt handeln! Wir sehen schwarz für die bayerischen Kinder, wenn man nicht jetzt das große Thema ‚Schulstruktur' in Angriff nimmt.", ist sich Ann-Sophie Winter, Vorstand der Landesschülervertretung Bayern, sicher. "Die Bevölkerung muss endlich aufstehen und etwas dagegen tun! Wenn der UN-Sonderbericht für das Kultusministerium nicht alarmierend genug war, muss sich endlich die ganze Bevölkerung für die Zukunftsfähigkeit Bayerns einsetzen. Unsere einzige Ressource ist die Bildung. Die Zeiten der Landwirtschaft sind selbst in Niederbayern vorbei und wir sind in der Bildungsgesellschaft angekommen. Das muss auch die CSU erkennen." Denn mit der bisherigen Abiturientenquote könne man Bayern nicht als zukunftsfähig bezeichnen. Man müsse dem Schulsystem den selektiven Geist austreiben, um jeden Schüler optimal fördern zu können. "Die Regierung muss endlich Verantwortung zeigen. Wir brauchen eine Schulreform und zwar jetzt!", so Winter abschließend.


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