Im Gleichschritt mit 34 Mitschülern
02.05.2007: Individuelle Förderung bleibt auf der Strecke
Schon lange werden Forderungen nach kleineren Klassen laut, doch getan hat sich bisher nichts. Die derzeitige Klassenstärke an Realschulen beträgt 28,82 Schüler im Durchschnitt. Klassen mit über 33 Schülern sind vor allem an Realschulen schon längst keine Seltenheit mehr. "Es wird ständig von individueller Förderung gesprochen. Doch wie soll man mit 33 anderen Mitschülern gleichzeitig gleiches leisten und individuell gefördert werden?", fragt Ann-Sophie Winter, Landesvorstand der Landesschülervertretung Bayern e.V. "Und viele andere Alternativen als Frontalunterricht gibt es bei solchen Klassenstärken auch nicht." Dies betrifft mittlerweile schon mehr als 280 Klassen allein an den Realschulen.
Als langfristiges Ziel von Kultusminister Schneider wird genannt, keine Klassen über 35 Schüler mehr zu bilden. "Das ist ein nicht ernst zunehmendes Ziel. Es wäre ja fatal, wenn man das nicht erreichen würde.", bemerkt Winter. "Eine Klassen-Obergrenze ist dringend notwendig. Und die sollte bei 26 Schülern liegen."
"Je weniger Schüler in einer Klasse, desto besser kann sich der Lehrer um jeden einzelnen Schüler kümmern. Sie können auf jeden Schüler besser eingehen und können Probleme frühzeitiger erkennen. Das ist bei der derzeitigen Klassenstärke nahezu unmöglich", so Ann-Sophie Winter abschließend.
Für Fragen steht Ihnen Ann-Sophie Winter, Landesvorstand der Landesschülervertretung Bayern e.V. für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter der Nummer 0174 700 42 85 (ab 13 Uhr) zur Verfügung.

