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Prävention gegen rechtes Gedankengut

05.05.2007: Mehr Demokratie für bayerische Schülerinnen und Schüler

Auch dieses Jahr versammelten sich am 1. Mai wieder unzählige Anhänger der rechtsradikalen Szene um zu demonstrieren - 200 allein in Nürnberg! Das ist eine erschreckende Zahl. Das Potenzial an Menschen mit rechtem Gedankengut darf nicht unterschätzt werden. Zudem betreiben solche rechtsradikalen Vereine intensive Jugendarbeit und versuchen damit neue Mitglieder zu gewinnen. Hier muss vor allem die Schule eine wichtige Instanz für die Prävention gegen rechtes Gedankengut, sowie die Bildung von Vorurteilen oder politisch radikalen Ansichten sein. "Doch kann dies nicht nur durch trockene Inhaltsvermittlung passieren, sondern muss in größerem Maße in die Abläufe des Lebensraums Schule integriert werden.", so Ann-Sophie Winter, Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung Bayern e.V.

Dem Bildungssystem kommt hier eine große gesellschaftlich-politische Bedeutung zu. "Denn Wissen ist die Grundlage für fundiertes, kritisches Urteilen.", stellt Ann-Sophie Winter fest. "Schule muss zu einem Ort demokratischer Grunderfahrungen werden. Schließlich bilden demokratische Strukturen innerhalb der Schule eine wesentliche Vorkehrung gegenüber Gewalt und fremdenfeindlichen Einstellungen. Demokratie muss in der Schule gelebt werden, um gelernt werden zu können."

Deshalb setzt sich die Landesschülervertretung Bayern e.V. dieses Jahr mit ihrer Demokratie-Kampagne "Heute schon geschwiegen?" für mehr Mitbestimmung von Schülern ein. Die Forderungen gehen von der Einführung von Klassenräten (analog zu Klassenkonferenzen oder "Zeit für uns"-Stunden), über die Stärkung des Schulforums und mehr Evaluation der Lehrenden, bis hin zu der Einführung einer landesweiten anerkannten Schülervertretung auf Landesebene.

Die Kampagne wird Ende Juli mit einem Finale in München ihren Höhepunkt erreichen. Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern werden demonstrieren und an dem Kongress und der Podiumsdiskussion teilnehmen. Doch bis dahin werden verschiedene Großaktionen in anderen Städten, wie beispielsweise Regensburg oder Würzburg, stattfinden und ein Demokratie-Seminar in Augsburg, auf dem die Teilnehmer ihren Traum von einer demokratischen Schule entwickeln und ausarbeiten können. Außerdem hofft die Landesschülervertretung Bayern auf viele Unterstützer oder Befürworter dieser Kampagne, die auch auf der Homepage www.heute-schon-geschwiegen.de bei der Online-Petition mitmachen können.

Für nähere Informationen und für Fragen steht Ihnen Ann-Sophie Winter, Vorstand der Landesschülervertretung und Organisationsmitglied der Kampagne "Heute schon geschwiegen?", natürlich gerne zur Verfügung: 0174 700 42 85 (ab 14 Uhr)


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