Image der Hauptschule
Am vergangenen Wochenende fand in Ingolstadt ein Hauptschul-Kongres statt. Sicherlich sollte diese Veranstaltung nicht nur dazu dienen, die neuen Konzepte und Ideen über die Zukunft der Hauptschule vorzustellen und zu diskutieren, sondern vor allem das Image der Hauptschule wieder verbessern. Das ist jedoch schon längst zu spät. "Die Hauptschule ist ein Ort der organisierten Benachteiligung. Wie kann man nur so christlich lügen? Und das auch noch sozial nennen?" kritisiert Ann-Sophie Winter, Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung Bayern e.V.
Die neuen Konzepte, deren Ziel die bestmögliche Förderung jades einzelnen Schülers sein sollen, entsprechen nicht den Wünschen der Landesschülervertretung. (oder: der Schüler bzw oder: der bayerischen Schülerschaft). Im Gegenteil, sie würden die Chancenungleicheit im Bildungssystem sogar noch verschärfen. Es ist allgemein bekannt, dass Kinder aus sozial benachteiligten Schichen seltener auf ein Gymnasium überwechseln als Akademikerkinder. "Bayern muss sich endlich von dem gegliederten System verabschieden.", ist sich Winter sicher.
30 Prozent der Hauptschüler könnten auch auf das Gymnasium gehen. Dies verdeutlicht, wie beliebig aussortiert wird und wie unverantwortlich es ist, nach der 4. Klasse über die Zukunft eines Kindes entscheiden zu wollen. "Ausschuss ist hier wohl treffender als Auslese." so Ann-Sophie Winter abschließend.
Die Landesschülervertretung Bayern e.V. fordert die Einführung einer Schule für alle Kinder.
Für weitere Fragen und Informationen steht Ihnen Ann-Sophie Winter unter der Nummer 0174 700 42 85 (ab 15 Uhr) zur Verfügung.

