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Schule zum Ort aktiver Mitbestimmung machen

20.11.2001: BJR begrüßt Zusage des Kultusministeriums zur Landesschülervertretung

Schule zum Ort aktiver Mitbestimmung machen

Der Bayerische Jugendring (BJR) begrüßt die Ankündigung der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier ausdrücklich, die 16 demokratisch legitimierte Bezirksschülersprecher/-innen als offizielle Vertreter der Schüler/-innen der 400 bayerischen Gymnasien zu akzeptieren.

Monika Kobriger, Präsidentin des BJR: "Der Bayerische Jugendring geht in seinem Selbstverständnis schon immer davon aus, dass Kinder und Jugendliche, die natürlich zuvorderst Schüler/-innen sind, politische Partizipation nur durch aktive Mitbestimmung und Mitspracherecht in allen sie betreffenden Gremien erreicht werden kann. Diese Erkenntnis des Kultusministeriums kommt zwar spät, wir freuen uns aber dennoch mit der Landesschülervertretung, dass ihre Anliegen nun von Ministerin Monika Hohlmeier wirklich ernst genommen werden."

Schulreform nur durch Mitbestimmung der Basis

In einem Positionspapier zur Schulreform aus dem Jahre 1999 hatte der BJR bereits auf die Notwendigkeit einer inneren Schulreform hingewiesen. Schule ist ein so zentraler Lebens- und Lernort für junge Menschen, dass deren Anliegen nicht systematisch ausgeblendet werden dürfen. Die demokratisch gewählten Schülersprecher/-innen kanalisieren die Anliegen gegenüber Schulleitung und Politik. "Diese Form von selbstbestimmter Gestaltung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unterstützen und fördern wird ausdrücklich. Wir haben dies auch bereits ganz konkret mit einem finanziellen Zuschuss zum Schüler/-innen-Kongress "basis 01" Anfang des Jahres getan", so Kobriger weiter.

Kooperation Jugendarbeit und Schule auch in Gremienarbeit

Der Bayerische Jugendring wird auch künftig das Gespräch mit den Schülervertreter/- innen suchen, um die Arbeit gegenseitig zu unterstützen. Die Schülersprecher/-innen haben bereits jetzt Rederecht im Hauptausschuss des BJR - dem höchsten politischen Gremium der bayerischen Jugendarbeit. Vernetzung und gemeinsame Projekte sind auf vielen Feldern denkbar. Die zunehmende Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule kann ein konkreter Ansatzpunkt sein: "Hier möchten wir auch auf das Know how und die Erfahrung der Schülersprecher/-innen zurückgreifen. In jedem Fall aber zeigt uns die jetzige Ankündigung der Kultusministerin, dass es sich lohnt, sich permanent und nachdrücklich für die ureigensten Interessen von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Wir gratulieren der Landesschülervertretung zu diesem politischen Erfolg", so Kobriger abschließend.


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