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... und die Anerkennung folgt zugleich

16.01.2008: Eine landesweite Schülervertretung aller Schularten nun auch in Bayern

 Am 17. - 18. Januar 08 findet die erste Landesschülerkonferenz in der Geschichte Bayerns statt – also das erste offizielle Treffen der bayerischen BezirksschülersprecherInnen aller Schularten. Die LSV wertet das als großen Erfolg für die bayerischen Schülerinnen und Schüler und als wichtigen Schritt für deren Partizipation.
 

„Endlich gibt es eine anerkannte Vertretung der bayerischen SchülerInnen." freut sich Sebastian Kropp, stellv. Bezirksschülersprecher für die Gymnasien Oberbayern Osts.

Allerdings dürfen die StellvertreterInnen nicht an der Landesschülerkonferenz teilnehmen (außer deren 1. BezirksschülersprecherIn erkrankt oder ist anderweitig verhindert). „Das ist sehr schade, weil ich mich genauso sehr engagiere und nun leider keine Möglichkeit habe, alle anderen BezirksschülersprecherInnen kennen zu lernen, mit denen ich mich austauschen kann.", bedauert Kropp. „Dass die TeilnehmerInnenzahl auf 40 BezirksschülersprecherInnen begrenzt ist, kann ich nicht verstehen. Der Landtag schafft das doch mit 180 Abgeordneten auch.", fügt Kropp hinzu.

Johanna Heller, Bezirksschülersprecherin für die Realschulen Mittelfrankens freut sich schon auf die Landesschülerkonferenz: „Das ist bestimmt sehr aufregend und dort werden hoffentlich endlich auch viel meiner noch offenen Fragen beantwortet. Am besten wäre  es gewesen, wenn die Landesschülerkonferenz schon früher gewesen wäre, da ich nun schon knapp drei Monate im Amt bin ohne zu wissen was meine konkreten Aufgaben und Pflichten sind."
 

Für die Landesschülervertretung Bayern ist die Einführung des Landesschülerrats entscheidend. „Unvorstellbar - nach 25 Jahren haben nun auch die bayerischen SchülerInnen eine anerkannte Stimme in der Bildungspolitik.", freut sich  Ann-Sophie Winter, Vorstandsmitglied der LSV Bayern. „Zwar gibt es noch viel Veränderungsbedarf für diese anerkannte Schülervertretungsstruktur, aber wir wären vorerst einmal damit  zufrieden, wenn das Kultusministerium die Anzahl der Landesschülerkonferenz von 2 pro Jahr auf 2 pro Halbjahr erhöht. Nicht zu vergessen ist ein obligatorisches Anhörungsrecht des Landesschülerrats im Bildungsausschuss." Denn der Großteil der Schülerinnen und Schüler sei noch nicht volljährig und hätte sonst keine andere Möglichkeit der Mitbestimmung, weshalb es berechtigt sei, im Gegensatz zu den Lehrer- oder Elternvertretungen ein Anhörungsrecht im Bildungsausschuss zu fordern. „Diese Art von Mitsprache ist keine Utopie, sondern in anderen Teilen Deutschlands längst gängige Praxis. Die SchülerInnenkammer Hamburg hat beispielsweise sogar ein Gastrecht in der Deputation.", fügt Winter hinzu.
 

Neben einer höheren Anzahl von LSKen im Jahr und dem Anhörungsrecht setzt sich die Landesschülervertretung für eine Finanzautonomie des Landesschülerrates ein - besonders für Aktionen, Bildungsmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit. (Über die Ausgaben sollte am Ende jedes Schuljahres Rechenschaft abgelegt werden. Selbstverständlich sollte dies extern kontrolliert werden.) Denn die freie Verfügbarkeit über die finanziellen Mittel würde der Landesschülerkonferenz die Möglichkeit geben, schnell unkompliziert und selbstbestimmt zu agieren. Außerdem ist es einem Schüler nicht zumutbar, solche hohen Geldsummen bis zur Erstattung auszulegen, zumal die Schülerinnen und Schüler nur geringe finanzielle Möglichkeiten haben. Dadurch dass die Abrechnung erst am Ende des Schuljahres stattfindet, wird ein erhebliches Maß an Verwaltungsaufwand eingespart. (Selbstverständlich müsste dies durch eine externe Stelle kontrolliert werden.)



Die LSV blickt optimistisch in die Zukunft, die hoffentlich von einer erfolgreichen Zusammenarbeit von LSV und LSR geprägt ist und von vielen Projekten und Aktionen für die bayerischen SchülerInnen.

Auf die neue Situation reagierte die LSV übrigens: Nach langen (auch teilweise schon letztes Jahr geführten) Diskussionen haben sich die aktuellen BezirksschülersprecherInnen dafür entschieden, dass die LSV weiter bestehen soll, solange der Landesschülerrat noch nicht den Forderungen und Interessen der BezirksschülersprecherInnen entspricht - also solange, bis der Landesschülerrat nicht mehr auf die LSV als Arbeitsplattform angwiesen ist.
Die BezirksschülersprecherInnen haben am vergangenen Wochenende den Namen der LSV sowie die Satzung zu einem großen Teil geändert. Der Vereinsname wurde nicht nur in "LandesschülerInnenvereinigung - Zusammenschluss der bayerischen BezirksschülersprecherInnen e.V." (die Abkürzung "LSV" bleibt) geändert (sonst würde die Gefahr bestehen, dass das Kultusministerium wieder [so wie schon einmal 1989] versuchen könnte, den Verein aus dem Vereinsregister streichen zu lassen).
 
"Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Landesschülerrat und auf eine laute Stimme der bayerischen Schülerinnen und Schüler." fügt Winter abschließend hinzu.
 
 
 
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Für weitere Fragen steht Ihnen Ann-Sophie Winter unter der Nummer 0174
700 42 85 heute (Mittwoch) gerne ab 14 Uhr zur Verfügung. Zudem ist
Ann-Sophie Winter auch auf der Landesschülerkonferenz am 17. und 18. Januar 08 anzutreffen und steht für Interviews gerne bereit.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage
www.lsv-bay.de
[Unsere Homepage wird noch im Laufe des Monats vollständig geändert, ich bitte um Verständnis.]


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