Ziel: Mitmischen in der Bildungs-politik
19.02.2002: Landes-Schülervertreter tagen am RSG in Cham
Cham. Hell erleuchtet waren manche Räume des Robert-Schuman-Gymnasiums (RSG) nocch bis spät in die Nacht hinein, und so mancher wird sich gewundert haben, was dies - zumal am Wochenende - zu bedeuten habe. Am RSG wurde getagt, und zwar über bildungspolitische Themen wie die PISA-Studie, mehr Schüler-Integration, den neuen Lehrplan und die Oberstufenreform.
Getagt haben diejenigen, die am meisten von all diesen Fragen betroffen sind, nämlich die Schüler selbst. Drei Tage lang rauchten die Köpfe auf der Mitgliederversammlung der 16 Bezirks-Schülersprecher aus ganz Bayern und ihren Vertretern. Alle sechs Wochen kommen die Delegierten der bayerischen Gymnasien zusammen. Am vergangenen Wochenende wurde die Vorstandschaft neu gewählt. Aber nicht nur die Bezirks-Schülersprecher, sondern auch interessierte SMV-Mitglieder, die aktiv mithelfen wollen, ohne ein Amt zu bekleiden, waren mit von der Partie. So auch die Schülersprecher des RSG und der letzjährige Bezirks-Schülersprecher Marc von Gernler, ebenso ein Schumanist. Sie wollen bildungpolitische Ziele an ihren Schulen publik machen wollen. Seir 1983 ist die Landes-Schülervertretung inoffiziell existent. Nun aber befindet sie sich an einem Wendepunkt, da sie kurz vor der schulrechtlichen Verankerung steht. Die Vorsitzende Lisbeth Zimmermann konstatierte momentan gute Gesprächsbedingungen mit dem Kultusministerium. Beiderseitige Kompromissbereitschaft herrsche vor, so dass man auch beim letztjährigen Schwerpunktthema "Demokratie an der Schule" oberste Unterstützung gefunden habe. Im Laufe des Wochenendes wurde auch Besuch von Vertretern der Realschule erwartet, bei denenes diese Strukturen gar nicht gibt, die man sich eigentlich für alle Schularten wünschen sollte. Wer spricht da noch von Politikverdrossenheit der heutigen Jugend ?

