Auszeichnung für die Demokratieoffensive der LSV Bayern
10.03.2002: LSV Bayern erhält Preis für Demokratieoffensive 2001.
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Kampagnenkarte "Ich find's geil bevormundet zu werden" |
Die Landesschülervertretung Bayern (LSV) wurde am Samstag im Rahmen des Wettbewerbs "Wir für uns - Jugend engagiert" für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Ihr Projekt "Demokratieoffensive 2001" sei eine "Vision, die andere zu Bürgerschaftlichem Engagement anrege", wie es in der Urkunde hieß, die den Schülervertretern gestern in München durch Staatsministerin Stevens überreicht wurde. Der Preis wurde ausgelobt vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung und dem Bayerischen Jugendring.
"Seit Jahren kämpft die Landesschülervertretung um ihre schulrechtliche Anerkennung. Diese Auszeichnung würdigt unser Engagement und zeigt uns, dass wir zumindest gesellschaftlich anerkannt sind", freut sich Andreas Hanka, Vorsitzender der LSV.
Nach der landesweiten "Demokratieoffensive" hatte Staatsministerin Monika Hohlmeier zugesagt, die Landesschülervertretung anzuerkennen. Allerdings läuft dieser Prozess nach Äußerungen der Schüler eher schleppend. "Wir erhoffen uns von dieser Auszeichnung neue Impulse und endlich die Anerkennung der landesweiten Schülervertretung", so Hanka weiter. Bayern ist das einzige Bundesland ohne anerkannte Landesschülervertretung.
Im Rahmen der Demokratieoffensive waren am 23. Oktober 2001 an vielen Gymnasien in ganz Bayern Veranstaltungen unter dem Motto "Ich find's geil bevormundet zu werden" durchgeführt worden, um auf die katastrophale Rechtslage bayerischer Schülerinnen und Schüler hinzuweisen. Am 17. November fand in München die zentrale Abschlussveranstaltung statt, in dessen Anschluss Staatsministerin Hohlmeier im Gespräch mit den Schülern die Anerkennung zugesagt hat.

