Pressemitteilung der LSV: Büchergeld indiskutabel
Pressemitteilung der Landesschülervertretung Bayern vom 30. September 2004 mit der freundlichen Bitte um Berücksichtigung
"Auch Büchergeld ist indiskutabel” - Schüler im Freistaat gegen Abschaffung der Lernmittelfreiheit; Unterstützung für Volksbegehren angekündigt
Nach der Ankündigung der CSU-Fraktion, die Lernmittelfreiheit in Form eines Büchergeldes von bis zu 50 Euro einzuschränken, äußerten Bayerns Schüler verhement Kritik an diesem Vorhaben. Lorenz Seibl, Mitglied im Landesvorstand der LSV, erteilte der Abschaffung der Lernmittelfreiheit am Mittwoch wiederholt eine klare Absage: "Wir Schüler fordern die Mehrheitspartei auf, auch von einem Büchergeld abzusehen." Denn, so Seibl weiter "wenn erst einmal ein Tabu gebrochen ist, ist die komplette Abschaffung in naher Zukunft auch nicht mehr weit”.
Die Schüler kündigten Unterstützung für das Volksbegehren an, das derzeit von Opposition und Verbänden geplant wird.
Bildung ist ein zentrales Menschenrecht und darf nicht durch immer höhere Hürden beschnitten werden. Vor allem Kindern aus einkommensschwächeren Familien werde der Zugang zu Bildung durch die Abschaffung der Lernmittelfreiheit weiter erschwert, so Seibl weiter. Dem Büchergeld steht die LSV strikt ablehnend gegenüber: "Ein angeblich ‚sozial verträgliches’ Büchergeld ist reine Augenwischerei, jeder Euro finanzielle Mehrbelastung vernichtet Bildungschancen", so Seibl abschließend.

